Mauro Lustrinelli hat mit Union Berlin einen Punkt aus den ersten drei Bundesliga-Spielen geholt. Der 50-jährige Trainer startete damit ähnlich holprig wie einst beim FC Thun, wo er später Meister wurde.
Die Länderspielpause kommt für Union zum perfekten Zeitpunkt, wie es aus dem Umfeld des Klubs heißt. Sie bietet zwei zusätzliche Wochen, um Lustrinellis Ideen zu verinnerlichen und die vielen Neuzugänge besser zu integrieren. Dazu zählen der 28-jährige Michel Aebischer, der 26-jährige Kastriot Imeri und der 29-jährige Felix Uduokhai. Auch Stürmer Andrej Ilic fehlte zuletzt nach einer Blinddarm-OP.
Parallelen zu Thun
Lustrinelli holte in der Saison 2022/23 mit dem FC Thun ebenfalls nur zwei Punkte aus den ersten vier Spielen der zweiten Schweizer Liga. Am Ende jener Spielzeit belegte er mit dem Team Rang sechs. In der folgenden Saison 2023/24 führte er Thun auf den zweiten Platz, 2024/25 gelang der Aufstieg und danach der Gewinn der Schweizer Meisterschaft. Dieser Werdegang zeigt, dass der als „Meistertrainer“ verpflichtete Lustrinelli für seine Projekte Zeit benötigt.
„Ein glücklicher Punkt aus drei Spielen! So hatte sich Mauro Lustrinelli seinen Start bei Union nicht vorgestellt“, sagte der Coach selbst. Die Zahlen unterstreichen das: Union steht nach der 1:3-Heimniederlage gegen Schalke und der 0:4-Pleite in Leverkusen auf dem 16. Tabellenplatz mit einem Punkt. Tim Skarke erzielte in der Partie gegen Schalke in der sechsten Minute der Nachspielzeit das einzige Union-Tor. Die komplette Tabelle zeigt acht Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Freiburg.
Die nächste Aufgabe wartet am Freitagabend um 20:30 Uhr mit dem Heimspiel gegen Bayern München. Danach folgt am 10. Oktober das Pokalspiel bei Elversberg, ehe es gegen Borussia Dortmund geht. Die aktuelle Verletztenliste und der weitere Spielplan sind für die Planung in dieser Phase entscheidend. Der Kader verfügt mit dem schnellen und technisch starken Emmanuel Latte Lath weiterhin über Qualität im Angriff.
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