Tim Skarke sicherte Union Berlin mit einem spektakulären Hackentor in der Nachspielzeit ein 3:3-Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt. Das Spiel am Samstag in der Alten Försterei markierte das Bundesliga-Debüt des neuen Union-Trainers Mauro Lustrinelli und lieferte sechs Tore. Laut dem Bericht der Sportschau führte Frankfurt lange, doch die Berliner gaben nicht auf.
Wie verlief das turbulente Spiel?
Union startete furios und ging bereits in der dritten Minute durch Neuzugang Emmanuel Latte Lath in Führung. Die Freude währte nur kurz, denn Younes Ebnoutalib drehte das Spiel für Frankfurt mit zwei Treffern in der 10. und 11. Minute. Die Gäste kontrollierten daraufhin das Spiel und kamen in der ersten Hälfte auf fast 60 Prozent Ballbesitz. In der 67. Minute schien Ebnoutalib mit seinem dritten Treffer den Sieg für Frankfurt zu besiegeln. Union, das die abgeschlossene Saison 2025 auf dem 11. Platz der Bundesliga beendet hatte, zeigte aber Moral. Leopold Querfeld verkürzte in der 79. Minute, bevor Skarke in der zweiten Minute der Nachspielzeit den viel umjubelten Ausgleich erzielte.
Was sagte der neue Trainer Lustrinelli?
Der Schweizer Mauro Lustrinelli übernahm in der Sommerpause und sah bei seinem ersten Pflichtspiel auf der Bank eine emotionale Achterbahnfahrt. "Der Team-Spirit hat mir heute unglaublich gefallen", sagte Lustrinelli nach dem Spiel. "Unsere Organisation hat noch nicht so richtig funktioniert." Seine Mannschaft setzte mit den Neuzugängen Zeno van den Bosch, Michel Aebischer und dem Torschützen Latte Lath von Beginn an auf offensive Akzente. Aebischer erhielt eine Gelbe Karte und entging nur knapp einer zweiten nach einem Foul an Frankfurts Torhüter Noah Atubolu.
Welche Rolle spielten die Neuzugänge?
Beide Teams präsentierten neue Gesichter in ihren Startaufstellungen. Neben den Berlinern vertraute auch Frankfurt auf neue Spieler. Torhüter Noah Atubolu, 24 Jahre alt und kurz vor dem Spiel von Freiburg ausgeliehen, stand zwischen den Pfosten. In der Abwehr debütierten Keita Kosugi und Raphael Onyedika. Eine besondere Geschichte schrieb Jeremiaha Maluze, der eigentlich für die zweite Mannschaft vorgesehen war, aber an der Seite von Kapitän Robin Koch sein Bundesliga-Debüt gab. Für Union ist die Verletztenliste jedoch lang, aktuell fehlen Robert Skov, Aljoscha Kemlein, Livan Burcu, Frederik Ronnow, Lucas Tousart und Diogo Leite, was die Rotation erschwert.
Wie geht es für beide Teams weiter?
Union Berlin muss sich schnell auf das nächste schwere Spiel einstellen. Am Samstagnachmittag um 15:30 Uhr geht es auswärts gegen Bayer Leverkusen, das sein Saisoneröffnungsspiel gegen Elversberg verloren hat. Die komplette Planung für die anstehenden Spiele findet sich auf unserer Fixtures Seite. Eintracht Frankfurt empfängt am Sonntagabend um 17:30 Uhr den FC Augsburg. Bevor diese Spiele stattfinden, schließt am Dienstag noch der Transfermarkt. Aus Frankfurt werden zudem Unstimmigkeiten zwischen Trainer Adi Hütter und Sportdirektor Markus Krösche gemeldet. Hütter kommentierte das Remis: "75 Minuten lang haben wir das Spiel unter Kontrolle gehabt. Aber man muss auch Union ein Kompliment machen." Für Union folgt nach Leverkusen eine Pause, ehe am 21. November das Heimspiel gegen RB Leipzig, aktuell Tabellenvierter, ansteht. Die aktuelle Mannschaftszusammensetzung kann auf unserer Squad Seite verfolgt werden.
