Union Berlin hat eine historische Entscheidung getroffen: Nach der Entlassung von Steffen Baumgart wurde Marie-Louise Eta zur interimistischen Cheftrainerin ernannt. Die 34-Jährige ist die erste Frau, die ein Männerteam in der Bundesliga und in den fünf größten Ligen Europas als Cheftrainerin leitet.
Eta übernimmt die Verantwortung für die verbleibenden fünf Spiele der Saison, nachdem Baumgart am Samstagabend nach einer enttäuschenden 1:3-Niederlage gegen den Tabellenletzten 1. FC Heidenheim von seinen Aufgaben entbunden wurde. Dies stellt einen bahnbrechenden Schritt für den Berliner Verein und den europäischen Spitzenfußball dar.
Marie-Louise Eta hat bereits mehrfach Geschichte geschrieben. 2023 wurde sie die erste weibliche Assistenztrainerin bei Union Berlin unter Marco Grote. 2024 führte sie das Team bereits von der Seitenlinie, als sie während der Sperre des damaligen Cheftrainers Nenad Bjelica einsprang.
Seit Beginn der Saison 2025/26 trainiert Eta die U19-Mannschaft von Union Berlin und wird im Sommer das Frauenteam des Vereins übernehmen. Ihre Ernennung zur interimistischen Trainerin der Profimannschaft ist ein weiterer Meilenstein in ihrer beeindruckenden Karriere.
Als Spielerin war Marie-Louise Eta ebenfalls sehr erfolgreich. Sie spielte für Turbine Potsdam, den Hamburger SV, Cloppenburg und Werder Bremen sowie für Deutschland auf verschiedenen Jugendebenen, bevor sie am Ende der Saison 2017/18 im Alter von 26 Jahren zurücktrat.
Während ihrer Zeit bei Turbine Potsdam gewann sie 2010 die UEFA Women’s Champions League, drei Bundesliga-Titel und zwei DFB-Hallenpokal-Trophäen. Mit Deutschland sicherte sie sich zudem die UEFA Women’s U-17-Meisterschaft und die FIFA U-20-Weltmeisterschaft der Frauen. Nun steht sie vor ihrer bisher größten Herausforderung: den Klassenerhalt von Union Berlin in der Bundesliga zu sichern.
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