Union Berlin-Boss Dirk Zingler kritisiert die Uefa vor dem Europa-League-Spiel gegen Royale Union Saint-Gilloise. Zingler spricht von einer 'katastrophalen Entwicklung'. Die Kritik von Zingler kommt nach einer Verfügung des italienischen Innenministeriums, die es dem SSC Neapel verbietet, Tickets an Frankfurt-Fans für das Rückspiel am 15. März zu verkaufen. Zingler sagte, dass die Uefa tätig werden muss und sich nicht auf der Nase rumtanzen lassen darf. Union Berlin selbst hat erst kürzlich eine Geldstrafe von 30.000 Euro und einen Fan-Ausschluss auf Bewährung erhalten. Grund ist der Einsatz von Pyro-Technik beim 0:0 im Sechzehntelfinale in Amsterdam. Zingler schreibt in der Stadionzeitschrift zum Euro-Spiel, dass der Klub gegen das Urteil der Uefa Einspruch eingelegt hat, weil er es unverhältnismäßig findet. Kollektivstrafen zu Lasten vieler Unbeteiligter seien falsch. Andere Gruppen und Menschen dürfen nicht dominiert werden und Konsequenzen zu tragen haben, die sie nicht verantworten. Zingler betont, dass der Klub Regelverstöße dieser Art nicht hinnehmen wird. Die Kritik von Zingler an der Uefa ist ein wichtiger Punkt in der Debatte um die Sicherheit und Fairness im Fußball. Union Berlin wird am Mittwoch gegen Royale Union Saint-Gilloise in der Europa League antreten.