Union Berlin Präsident Dirk Zingler hat den konkreten Zeitplan für den lang erwarteten Ausbau des Stadions an der Alten Försterei bekannt gegeben. Bei der jährlichen Mitgliederversammlung am 3. September 2026 legte Zingler die nächsten Schritte für das Projekt dar, das die Kapazität fast verdoppeln soll.

Die Eisernen starten die Saison 2026/27 mit einem Punkt aus einem Spiel und stehen aktuell auf Platz 10 der Bundesliga-Tabelle. Mit drei erzielten und drei kassierten Toren ist die Tordifferenz ausgeglichen. Der Fokus liegt aber nicht nur auf dem sportlichen Geschehen, sondern auch auf der Zukunft der Spielstätte.

Wann beginnt der Bau am Stadion?

Dirk Zingler gab bei der Versammlung einen detaillierten Ablaufplan bekannt. Die finalen Gutachten der Experten und die Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen sollen im Herbst 2026 abgeschlossen sein. Die Planfeststellung wird für den Herbst 2027 erwartet, die Baugenehmigung soll im Winter 2027 folgen.

Die Abbrucharbeiten können dann zwischen Ende 2027 und Anfang 2028 starten. Die eigentliche Bauphase wird auf etwa 18 Monate geschätzt. Das bedeutet, dass Union Berlin im Sommer 2029 in das modernisierte Stadion an der Alten Försterei zurückkehren kann. "Mit jedem Tag und mit jedem Feedback unserer Experten und der zuständigen Behörden wissen wir mehr und können unsere Planung jetzt konkretisieren", sagte Zingler laut einem Bericht von bundesliga.com.

Wie verändert sich die Kapazität?

Die neuen Planungen sehen einen gewaltigen Sprung vor. Die aktuelle Kapazität von 22.000 Plätzen soll auf insgesamt 40.500 anwachsen. Dieser Wert beinhaltet 32.500 Stehplätze, was dem traditionellen Charakter der Union-Anhänger entspricht.

Die fast verdoppelte Zuschauerzahl wird die Einnahmen deutlich steigern und die Position des Clubs in der Bundesliga langfristig stärken. Der Ausbau ist ein zentrales Projekt für die Zukunft des Vereins, der aktuell zwei Punkte hinter Spitzenreiter Bayern München liegt.

Wo spielt Union während der Bauzeit?

Für die anderthalbjährige Bauphase muss Union Berlin ein temporäres Heimstadion finden. Die Lösung wurde bereits gefunden: Der Lokalrivale Hertha BSC wird den Eisernen das Olympiastadion zur Verfügung stellen.

Zingler sieht in diesem Umzug eine Chance. "Wir betrachten den vorübergehenden Umzug ins Olympiastadion als eine große Gelegenheit. Die Union-Anhänger werden wieder ihre Familien und Freunde mitbringen können", erklärte der Präsident. Das Olympiastadion bietet ausreichend Kapazität, um auch in dieser Phase viele Fans zu beherbergen. Die Mannschaft wird sich in der Zwischenzeit auf die sportlichen Herausforderungen konzentrieren müssen, darunter das nächste Heimspiel gegen RB Leipzig am 21. November 2026. Den kompletten Spielplan finden Sie auf unserer Spielplan-Seite.

Was bedeutet das für die sportliche Zukunft?

Das Stadionprojekt fällt in eine Phase, in der Union Berlin seine Position in der Bundesliga festigen will. Die aktuelle Bilanz zeigt ein Unentschieden aus dem ersten Saisonspiel. Die Mannschaft hat in dieser Begegnung drei Tore erzielt und ebenso viele kassiert.

Der erweiterte Stadionbau wird langfristig mehr finanzielle Spielräume schaffen. Mehr Einnahmen aus Ticketing und Hospitality können in den Kader investiert werden. Die Details zum aktuellen Kader sind auf der Kader-Seite einsehbar. Der konkrete nächste Schritt für die Fans ist das Heimspiel gegen den Tabellenvierten RB Leipzig im November.