Die Eisernen kehren mit leeren Händen von der Rekord-WM zurück. Während die FIFA-Prämien für Khediras Einsatz immerhin 150.000 Euro bringen, endete Tunesiens WM für die Union-Kicker mit drei Niederlagen in der Vorrunde – und das bereits nach dem 26. Juni. 1. FC Union Berlin steht damit vor der neuen Saison vor allem eins: Routinier Rani Khedira kommt früher als geplant aus dem Urlaub zurück und kann die Vorbereitung mitmachen. Tabellenstand: Platz 11 in der Bundesliga, 0 Punkte.
Was passierte bei der WM für Union?
Rani Khedira, Vizekapitän der Eisernen, war der einzige Union-Profi bei der WM in Nordamerika. Der Mittelfeldspieler hatte sich kurz vor dem Turnier für Tunesien entschieden und lief erstmals für die Nordafrikaner auf. Doch nach Niederlagen gegen Schweden, Japan und die Niederlande (1:3 am 26. Juni) war für Tunesien schon nach der Gruppenphase Schluss. Für Union bedeutet das: Khedira verpasst nur einen Teil der Saisonvorbereitung – und steht ab kommendem Montag unter Mauro Lustrinelli wieder im Training. Die FIFA-Prämien für Nationalspieler wurden nach unten korrigiert. Statt der ursprünglich avisierten 236.500 Euro gibt es für Union nun rund 150.000 Euro. Spitzenreiter Bayern München erhält dagegen 2,3 Millionen Euro. Nur Köln (knapp 50.000 Euro) und die Aufsteiger Paderborn sowie Elversberg liegen hinter den Eisernen.
Warum die WM für Union kaum Folgen hat
Sportlich bleibt die WM ein Flop für die Nordafrikaner – und damit auch für Union. Khedira kehrt zwar früher zurück, doch die Vorbereitung auf die neue Saison lief bereits seit dem 1. Juli. Der Routinier zählt seit Jahren zu den prägenden Figuren im Team und soll diese Rolle auch unter Lustrinelli behalten. Die FIFA-Prämie ist für Union nur ein netter Nebeneffekt: Wichtiger ist, dass Khedira pünktlich ins Mannschaftstraining einsteigt. Die Eisernen stehen aktuell auf Platz 11 der Bundesliga – ohne Punkte und ohne Tore. Tore in dieser Saison: 0 geschossen, 0 kassiert (Tordifferenz: 0).
Chris Bedia verlässt Union endgültig
Neben der WM-Enttäuschung gibt es für Union noch ein weiteres Abschiedsgesicht: Chris Bedia verlässt die Eisernen nach seinem Leihende endgültig. Der Stürmer wechselt ab – ein weiterer Einschnitt im Kader, den Lustrinelli nun formt.
Was kommt als Nächstes für Union?
Khedira steht ab Montag wieder im Training und kann die Vorbereitung mitgestalten. Die FIFA-Prämie von 150.000 Euro ist ein kleiner Trost, doch der Fokus liegt auf der neuen Saison. Union startet am 16. August gegen den SC Freiburg in die Bundesliga. Die Eisernen müssen ihre Defensive stabilisieren – aktuell haben sie noch kein Tor geschossen oder kassiert. Die Vorbereitung läuft bereits seit dem 1. Juli, doch die WM-Verzögerung durch Khedira war minimal. Mauro Lustrinelli hat nun die Chance, seine Mannschaft ohne weitere Störungen aufzubauen. Die ersten Pflichtspiele stehen bald an – und die Eisernen brauchen dringend Punkte.
