Lustrinelli kündigt Neuzugänge an: Bekommt Union jetzt einen echten Spielmacher?

Der neue Union-Trainer Mauro Lustrinelli (50) startete Anfang Juli in die Saisonvorbereitung. Seither haben die Eisernen keine neuen Spieler vorgestellt. Bei den Fans wächst die Nervosität. Die gute Nachricht: Die Sehnsucht nach Transfers soll offenbar bald gestillt werden.

Nach dem Testspiel in Dresden (1:2) verriet Lustrinelli: „Ich bin zuversichtlich geboren. Es werden in den nächsten Wochen neue Verpflichtungen kommen.“ Bis zum ersten Pflichtspiel sind es nur drei Wochen. Dann spielen die Eisernen in der ersten Pokal-Runde in Braunschweig (23.8., 15.30). Eine Woche später startet die Liga mit einem Heimspiel gegen Frankfurt (29.8., 15.30).

Der Deal mit Zeno van den Bosch (22) wurde bereits im Januar eingetütet. Marvin Friedrich (30) und Stanley Nsoki (27) wurden vor dem Trainingsauftakt verpflichtet. Klar ist: Union braucht Verstärkung im offensiven Mittelfeld. Ein kreativer Spielmacher, der Chancen aus dem Spiel heraus kreiert, fehlt. In Dresden versuchten es Woo-Yeong Jeong (26) und András Schäfer (27). Schäfers Qualitäten liegen eher in der Defensive. Der ungarische Nationalspieler ist zweikampfstark, aber kein Ballkünstler.

Tore schießen ist gemeinsame Aufgabe

Dann ist da noch die Sehnsucht nach einem Knipser. Einen echten Torjäger hatten die Köpenicker zuletzt mit Sheraldo Becker. Aber: Im Sturm ist Union breit besetzt. Und Lustrinelli will gar nicht den einen Torjäger. Dazu sagt er: „In den Mannschaften, die ich trainiert habe, haben das mehrere Spieler gemacht. Wir belohnen uns momentan als Team zu wenig.“

Zur in Dresden erneut mageren Torausbeute sagt der Schweizer: „Auch heute sind viele Spieler zum Torabschluss gekommen. Es geht darum, etwas entschlossener abzuschließen. Aber wichtig ist, dass wir an die Chancen kommen und dann werden wir uns mit der Zeit auch belohnen.“ Heißt: Tore schießen ist ohnehin Aufgabe aller Spieler. Mit Emmanuel Latte Lath (27) hat Horst Heldt (56) trotzdem einen weiteren Stürmer im Blick. Eine solche Verpflichtung hängt aber auch davon ab, was sich auf Verkaufsseite in den kommenden Tagen und Wochen ergibt.

Union Berlin steht nach dem letzten Jahr in der Bundesliga auf dem 11. Platz, mit 39 Punkten aus 34 Spielen. Die Eisernen haben in der letzten Saison 44 Tore erzielt und 58 kassiert (-14 Tordifferenz). Sie sind 50 Punkte hinter den Führenden Bayern München. Das letzte Spiel endete mit einem 4:0-Sieg gegen Augsburg. Die Eisernen sind in der letzten Woche auf einem 2-Spielen-Gewinn-Rennt, mit einer aktuellen Form von WWDLL.

Was kommt als Nächstes?

Die erste Pokal-Runde findet in Braunschweig statt. Eine Woche später startet die Liga mit einem Heimspiel gegen Frankfurt. Die Eisernen suchen nach einem kreativen Spielmacher, der Chancen aus dem Spiel heraus kreiert. Der Trainer ist zuversichtlich, dass neue Verpflichtungen in den nächsten Wochen kommen werden. Die Fans hoffen auf eine baldige Lösung für die Sehnsucht nach Transfers.