Union Berlin wird ab Januar 2028 für anderthalb Jahre im Olympiastadion von Hertha BSC spielen, doch die eigene Ultra-Fangruppe wird die legendäre Ostkurve nicht nutzen können. Das bestätigte Geschäftsführer Timo Rohwedder und verwies auf die bereits getroffene Vereinbarung aus der Champions-League-Saison 2023.

„Über die Ostkurve herrscht Einigkeit: Wie schon bei den Champions-League-Spielen werden die Ultras nicht in der Ostkurve sein, damals waren sie auf der Gegengeraden“, sagte Rohwedder. Der Umzug ist nötig, während die neue Alte Försterei für 190 Millionen Euro gebaut wird. Die Rückkehr in das eigene Stadion ist für die Saison 2029/30 geplant.

Herthas Geschäftsführer Dr. Peter Görlich betonte den öffentlichen Charakter der Arena. „Das ist ein öffentliches Stadion. Und es ist eine Übergangsphase“, sagte der 59-Jährige. Er räumte ein, dass die geteilte Nutzung logistische Herausforderungen mit sich bringt, etwa beim Personal, der Kabinennutzung und der Umstellung der Farben von Blau auf Rot. Görlich sagte, es wäre besser, wenn sein Verein die Spielstätte ganz für sich hätte.

Die Ostkurve soll bei Unions Spielen nur bei Bedarf geöffnet werden. Union hatte bereits im Herbst 2023 drei Königsklassen-Heimspiele gegen Real Madrid, Neapel und Braga im Olympiastadion ausgetragen und dabei Erfahrungen mit der Logistik gesammelt.

Der Umzug findet in einer schwierigen sportlichen Phase statt. Union steht nach vier Spieltagen mit nur einem Punkt auf dem 17. Tabellenplatz der Bundesliga und hat in den letzten drei Partien deutlich verloren, zuletzt mit 0:7 beim FC Bayern. Die nächste Aufgabe wartet am 10. Oktober mit dem Heimspiel gegen den Tabellensiebten SV Elversberg, ein Spiel, das Union dringend für die Trendwende benötigt. Den kompletten Spielplan finden Sie auf unserer fixtures Seite. Die aktuelle Tabelle und die genaue Position zeigt unser standings Bereich.

Timo Skarke ist mit zwei Treffern aktuell bester Torschütze der Mannschaft in dieser Saison. Die Mannschaft muss nun die kommenden Wochen nutzen, um vor dem großen Umzug im Jahr 2028 wieder stabilen Boden unter den Füßen zu gewinnen.

The report in full is at Bild Sport